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Resilienz für die am meisten vom Klimawandel betroffene ländliche Bevölkerung in Madhya Pradesh

Die ausgewählten Projektdörfer in Madya Pradesh grenzen an Rajasthan, waren bislang wenig bei externen Entwicklungsinitiativen einbezogen. Die meisten Aktivitäten tragen zur Befähigung und Ermächtigung der indigenen Landbevölkerung in Madya Pradesh bei. Hier lebt das Volk der Bhil, das große Probleme in der Ernährungssicherung und einen Mangel an Bildungschancen hat. Das Projektziel heißt: Die geschulten indigenen Kleinbäuerinnen und -bauern im westlichen Madhya Pradesh wenden erfolgreich die landwirtschaftlichen Methoden des CCIFS (Climate Change Independent Farming System) an und haben dadurch eine erhöhte Klimawandelresilienz und Nahrungssicherheit im Falle von extremen Wetterphänomenen.

Das CCIFS hat verschiedene Komponenten, die im Sinne der Kreislaufwirtschaft die Prinzipien des Belebens, Wiederbenutzens, Recyclings anwendet. Die Beherrschung eigenständiger Saatgutvermehrung durch die Zielgruppe ist ein zentraler Faktor für die langfristige Sicherung der Nahrungsmittelproduktion, Reduzierung der Ausgaben und Unabhängigkeit vom Markt. Insgesamt können die nachhaltigen Methoden von CCIFS zu deutlich geringeren Ausgaben für Inputs in der

Landwirtschaft führen, die zusammen mit den potentiell höheren Preisen für Bioprodukte langfristig zu höheren Gewinnen führen können.

Während einer Motivationskampagne in den Dörfern und weitergehenden Gesprächen werden 100 junge Erwachsene identifiziert, die VAAGDHARA's Ansatz adaptieren, ihre eigenen Landwirtschaftstechniken verbessern und gleichzeitig ihre lokale Gemeinschaft unterstützen möchten. Sie werden an einem dreiteiligen Training zum CCIFS teilnehmen. Das Ziel der Trainings ist die Entwicklung von Führungsqualitäten und deren Einsatz für Entwicklungsprozesse und die Belange ihrer lokalen Gemeinschaft. Diese jungen ‚change agents‘ spielen eine zentrale Rolle in der Sicherung der lokalen Partizipation. Außerdem werden 20 Bäuerinnengruppen mit insgesamt 400 Mitgliedern gebildet, um mit dem neuen Ansatz die Ernährungssicherung ihrer Familien und insbesondere die der Kinder nachhaltiger zu gestalten. Die Ernährung soll abwechslungsreicher werden und stärker auf lokal vorhandenen kultivierten und bisher nicht kultivierten Pflanzen basieren. Die Nutzung der kleinbäuerlichen Flächen soll geändert werden in der Form, dass die Pflanzen einen Schwerpunkt haben, die der Ernährungssicherung der Familien dienen.

Die Sichtbarmachung der angestrebten Veränderung im Gartenanbau wird mittels Modellgärten erreicht. Die Verbreitung relevanter Informationen in der lokalen Sprache wird zusätzlich vom bereits etablierten kommunalen Radiosender von VAAGDHARA unterstützt.

Das Programm der Ernährungssicherheit wird begleitet mit einer Sensibilisierung der Zielgruppe zum Klimawandel und Planung von Maßnahmen auf familiärer Ebene um die Resilienz zu stärken.

Mit zwei Ansätzen wird die Breitenwirkung und Nachhaltigkeit des Projektes gefördert. Zum einen ist dies die Etablierung eines Zentrums für Klimawandelresilienz ("Centre of climate change resilience building"), welches VAAGDHARA für Workshops, Fortbildungen und Beratung bzgl. CCIFS und verwandten Themen nutzt. Zum anderen wird das Projekt ergänzt durch die Advocacy-Arbeit von VAAGDHARA, um eine stärkere Ausrichtung der Agrarpolitik auf die organische Ernährungssicherung zu erwirken.

Link zu unserer Partnerorganisation Vaagdhara: https://vaagdhara.org/